Allgemeine Geschäftsbedingungen — XPONext GbR

Stand: 24. September 2026

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB") ergänzen die jeweils zwischen der XPONext GbR (im Folgenden „Agentur") und dem Kunden individuell geschlossene Leistungsvereinbarung über Leistungen in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO), Generative-Engine-Optimierung (GEO), Webseitenerstellung, Google Ads, Prozessoptimierung sowie Entwicklung, Bereitstellung und Betrieb von Software, die dem Kunden zur Nutzung überlassen wird. Sie regeln die allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit, soweit in der jeweiligen Leistungsvereinbarung keine abweichenden oder spezielleren Regelungen getroffen wurden.

Im Falle von Widersprüchen oder Unklarheiten zwischen diesen AGB und der individuellen Leistungsvereinbarung haben die Bestimmungen der Leistungsvereinbarung Vorrang.

Mit Abschluss der Leistungsvereinbarung erkennt der Kunde diese AGB als verbindlichen Bestandteil des Vertragsverhältnisses an.

1. Leistungen der Agentur

Die Agentur erbringt Dienstleistungen im Bereich der Konzeption, Umsetzung, Automatisierung und Optimierung digitaler Marketing- und Vertriebsprozesse, insbesondere in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO), Generative-Engine-Optimierung (GEO), Erstellung und Pflege von Webseiten, Google-Ads-Kampagnenmanagement sowie Prozessoptimierung und die Entwicklung, Bereitstellung und den Betrieb von Software, die dem Kunden zur Nutzung überlassen wird.

Die konkrete Ausgestaltung der Leistungen, insbesondere Umfang, Zeitrahmen und Vergütung, ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsvereinbarung.

2. Nutzungs- und Urheberrechte

Sämtliche im Rahmen der Leistungserbringung von der Agentur erstellten Arbeitsergebnisse (insbesondere Website, Quellcode, Design, Texte, Konfigurationen) bleiben bis zur vollständigen Bezahlung der hierfür vereinbarten Vergütung Eigentum der Agentur. Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den für ihn erstellten Arbeitsergebnissen zum vereinbarten Nutzungszweck.

Abweichend hiervon erhält der Kunde an Software, die die Agentur ihm zur Nutzung überlässt, das in der Leistungsvereinbarung geregelte Nutzungsrecht; ohne abweichende Regelung ist dieses auf die Vertragslaufzeit befristet. Rechte an Quellcode, Komponenten und Verarbeitungslogiken verbleiben bei der Agentur, die berechtigt ist, diese auch für andere Kunden zu verwenden und weiterzuentwickeln.

Von Dritten lizenzierte Bestandteile (zum Beispiel Templates, Plugins, Stockbilder, Schriften) unterliegen den jeweiligen Lizenzbedingungen des Drittanbieters; die Agentur weist den Kunden auf etwaige Lizenzpflichten hin, soweit ihr diese bekannt sind.

Die Agentur ist berechtigt, den Kunden als Referenz zu nennen (Name, Logo, Branche) sowie anonymisierte Fallbeispiele zu Marketingzwecken zu verwenden. Konkrete, nicht anonymisierte Fallbeispiele (z. B. mit Zahlen oder Testimonials) verwendet die Agentur nur mit vorheriger Zustimmung des Kunden.

3. Pflichten der Agentur

Die Zusammenarbeit zwischen den Parteien versteht sich als fortlaufende Partnerschaft, in deren Rahmen die Agentur die vereinbarten Leistungen kontinuierlich überwacht, optimiert und weiterentwickelt. Sollte es im Verlauf der Umsetzungs- oder Optimierungsphase zu notwendigen außerplanmäßigen Anpassungen kommen, die den in der Leistungsvereinbarung bestimmten Zeitrahmen beeinflussen, behält sich die Agentur vor, die Frist in Absprache mit dem Kunden angemessen anzupassen. In diesem Fall informiert die Agentur den Kunden rechtzeitig über die Änderungen und die neue Terminplanung.

4. Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich, alle für die Umsetzung erforderlichen Informationen, Inhalte und technischen Zugangsdaten (zum Beispiel zu Website, Hosting, Google Ads, Google Analytics, Search Console oder vergleichbaren Systemen) rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Verzögerungen aufgrund fehlender oder verspäteter Bereitstellung dieser Inhalte oder Zugänge können eine Anpassung des Zeitplans erforderlich machen.

5. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit die Agentur im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (zum Beispiel beim Hosting von Websites des Kunden oder im Zugriff auf Analyse-, Werbe- oder CRM-Systeme des Kunden), gilt hierfür die Anlage 1 dieser AGB (Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO). Sie ist Bestandteil des Vertrags, sobald und soweit eine solche Verarbeitung stattfindet; ein gesonderter Vertragsschluss ist hierfür nicht erforderlich.

Abweichende oder ergänzende Regelungen im Einzelfall, insbesondere zu weiteren Datenarten, weiteren Verarbeitungen oder weiteren Dienstleistern, können in der jeweiligen Leistungsvereinbarung getroffen werden; diese gehen der Anlage 1 vor.

Die Agentur verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der vereinbarten Zwecke und nach Weisung des Kunden.

6. Haftung

Ansprüche des Kunden auf Schadensersatz sind ausgeschlossen. Hiervon ausgenommen sind Schadensersatzansprüche des Kunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten sowie die Haftung für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Agentur, ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.

Bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet die Agentur nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, wenn dieser einfach fahrlässig verursacht wurde, es sei denn, es handelt sich um Schadensersatzansprüche des Kunden aus einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

Die verschuldensunabhängige Haftung der Agentur für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.

Die ausgeführten Haftungseinschränkungen gelten nicht, soweit die Agentur den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Leistung übernommen hat. Das gleiche gilt, soweit die Agentur und der Kunde eine Vereinbarung über die Beschaffenheit der Leistung getroffen haben. Die Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.

Kurzzeitige Unterbrechungen der Verfügbarkeit von durch die Agentur betreuten Systemen (z. B. Webseite, Kampagnenkonten) infolge geplanter Wartungsarbeiten (die dem Kunden vorab angekündigt werden) sowie ungeplante Störungen oder Ausfälle von bis zu 24 Stunden stellen keinen Mangel dar und begründen keine Ansprüche des Kunden, sofern die Agentur die Behebung unverzüglich aufnimmt.

Der Kunde ist allein verantwortlich für die von ihm bereitgestellten Inhalte, Texte, Bilder und Daten sowie für die Einhaltung sämtlicher rechtlicher Vorgaben (zum Beispiel Datenschutzbestimmungen, Wettbewerbsrecht, Urheberrechte). Die Agentur erbringt ihre Leistungen nach bestem Wissen und Stand der Technik, kann jedoch insbesondere im Bereich SEO, GEO und Google Ads keine bestimmten Rankings, Platzierungen, Sichtbarkeitswerte oder Werbeergebnisse garantieren, da diese auch von Faktoren außerhalb des Einflussbereichs der Agentur (z. B. Algorithmen Dritter) abhängen.

Auch im Bereich der Prozessoptimierung übernimmt die Agentur keine Garantie für einen bestimmten Zeit- oder Effizienzgewinn; der tatsächliche Nutzen hängt unter anderem von der Umsetzung und Nutzung durch den Kunden ab. Eine fachlich-rechtliche Prüfung von Inhalten (zum Beispiel bau- oder vergaberechtliche Bewertung) ist nicht Bestandteil der Leistungen der Agentur.

7. Vertraulichkeit

Die Parteien sind verpflichtet, alle vertraulichen Informationen einschließlich technischer Daten, Geschäftsgeheimnisse, Vertragsinhalte und Preisvereinbarungen, die sie im Zusammenhang mit diesem Vertrag über die jeweils andere Partei erfahren, nicht Dritten gegenüber zu offenbaren und durch angemessene technische und organisatorische Vorkehrungen zu schützen. Vertrauliche Informationen sind solche, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt, unabhängig davon, ob sie in schriftlicher, elektronischer, verkörperter oder mündlicher Form mitgeteilt worden sind. Diese Verpflichtung besteht für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren nach Beendigung des Vertrags fort.

Von dieser Verpflichtung ausgenommen sind solche vertraulichen Informationen, (i) die dem Empfänger bei Abschluss des Vertrags nachweislich bereits bekannt waren oder danach von dritter Seite bekannt werden, ohne dass dadurch eine Vertraulichkeitsvereinbarung, gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen verletzt werden, (ii) die bei Abschluss des Vertrags öffentlich bekannt sind oder danach öffentlich bekannt gemacht werden, soweit dies nicht auf einer Verletzung dieses Vertrags beruht oder (iii) die aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen oder auf Anordnung eines Gerichtes oder einer Behörde offengelegt werden müssen. Soweit zulässig und möglich wird der zur Offenlegung verpflichtete Empfänger die andere Partei vorab unterrichten und ihr Gelegenheit geben, gegen die Offenlegung vorzugehen.

Die Parteien werden nur solchen Beratern Zugang zu vertraulichen Informationen gewähren, die dem Berufsgeheimnis unterliegen oder denen zuvor den Geheimhaltungsverpflichtungen dieses Vertrags entsprechende Verpflichtungen auferlegt worden sind. Des Weiteren werden die Parteien nur denjenigen Mitarbeitern die vertraulichen Informationen offenlegen, die diese für die Durchführung dieses Vertrags kennen müssen, und diese Mitarbeiter auch für die Zeit nach ihrem Ausscheiden in arbeitsrechtlich zulässigem Umfang zur Geheimhaltung verpflichten.

8. Kündigung

Der Vertrag gilt ab dem Vertragsbeginn und läuft zunächst bis zum Vertragsende (Erstlaufzeit). Danach verlängert er sich automatisch auf unbestimmte Zeit, sofern er nicht von einer der Vertragsparteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende in Textform gekündigt wird.

Nach Ablauf der Erstlaufzeit wird die Zusammenarbeit, sofern keine Kündigung erfolgt, zu den hierfür in der jeweiligen Leistungsvereinbarung vorgesehenen Konditionen fortgeführt; diese können von den Konditionen der Erstlaufzeit abweichen (zum Beispiel bei einer reduzierten Vergütung nach Ablauf einer Einführungsphase).

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn eine Vertragspartei ihren wesentlichen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt (zum Beispiel bei Nichtzahlung der Vergütung).

9. Aufrechnung und Zurückbehaltungsrecht

Der Kunde kann gegen Forderungen der Agentur nur aufrechnen oder ein Zurückbehaltungsrecht ausüben, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder von der Agentur anerkannt sind.

10. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz der Agentur.

11. Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmungen gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Die Agentur behält sich vor, diese AGB zu ändern, soweit dies erforderlich ist, um auf Änderungen der rechtlichen oder technischen Rahmenbedingungen zu reagieren oder Regelungslücken zu schließen, und sofern die Änderungen unter Berücksichtigung der Interessen des Kunden für diesen zumutbar sind.

Änderungen erfolgen insbesondere dann, wenn (i) die bestehenden Regelungen nicht mehr angemessen sind, (ii) unvollständig werden oder (iii) aus Gründen der IT-Sicherheit, der Weiterentwicklung der angebotenen Dienstleistungen oder zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben erforderlich sind.

Die Agentur wird den Kunden über Änderungen dieser AGB mindestens dreißig (30) Tage vor deren Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail) informieren. Der Kunde erhält die Möglichkeit, die geänderten Bedingungen vor ihrem Inkrafttreten zur Kenntnis zu nehmen.

Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb der genannten Frist und setzt die Zusammenarbeit nach Inkrafttreten der Änderungen fort, gelten die geänderten AGB als vereinbart.

Anlage 1: Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)

Diese Anlage regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten, die die Agentur im Auftrag des Kunden vornimmt. Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO, die Agentur ist Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 4 Nr. 8 DSGVO. Die Anlage ist nach Ziffer 5 dieser AGB Bestandteil des Vertrags, sobald und soweit die Agentur personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet. Enthält die Leistungsvereinbarung abweichende oder ergänzende Regelungen zur Auftragsverarbeitung, gehen diese vor.

A1.1 Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung

Gegenstand der Verarbeitung sind die in der jeweiligen Leistungsvereinbarung beschriebenen Leistungen, insbesondere das Hosting und der Betrieb von Websites des Kunden sowie die Einrichtung und Betreuung von Analyse-, Werbe- und CRM-Systemen des Kunden.

Zweck der Verarbeitung ist ausschließlich die Erbringung dieser Leistungen. Die Agentur verarbeitet die Daten nicht für eigene Zwecke.

Art der Verarbeitung sind das Erheben, Erfassen, Speichern, Auslesen, Abfragen, Verwenden, Anpassen, Übermitteln an die vom Kunden bestimmten Empfänger sowie das Löschen. Die Verarbeitung erfolgt überwiegend automatisiert.

Die Dauer der Verarbeitung entspricht der Laufzeit des Hauptvertrags aus Leistungsvereinbarung und diesen AGB. Sie endet mit dessen Beendigung, im Übrigen mit der Erfüllung der Pflichten nach Ziffer A1.9.

Die Verarbeitung durch die Agentur und die von ihr eingesetzten Unterauftragsverarbeiter findet in der Europäischen Union statt. Setzt der Kunde selbst Systeme ein, die Daten in einem Drittland verarbeiten (zum Beispiel Analyse- oder Werbesysteme), verantwortet der Kunde die Zulässigkeit dieser Übermittlung. Eine darüber hinausgehende Verarbeitung in einem Drittland nimmt die Agentur nur nach vorheriger Zustimmung des Kunden und nur unter den Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO vor.

A1.2 Art der Daten und Kategorien betroffener Personen

Leistungsart Art der personenbezogenen Daten Kategorien betroffener Personen
Hosting und Betrieb von Websites des Kunden Server-Protokolldaten: IP-Adresse, Datum und Uhrzeit des Zugriffs, aufgerufene Seite oder Datei, übertragene Datenmenge, Browsertyp und Browserversion, Betriebssystem, Referrer-URL. Bei Kontakt- und Anfrageformularen zusätzlich die vom Absender eingegebenen Inhalte, in der Regel Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Nachrichtentext. Besucher der Website des Kunden sowie Personen, die ein Formular der Website ausfüllen (zum Beispiel Interessenten, Bewerber, Geschäftspartner des Kunden).
Einrichtung und Betreuung von Analyse-, Werbe- und CRM-Systemen des Kunden Die in diesen Systemen gespeicherten Kontakt- und Nutzungsdaten, insbesondere Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Angaben zum Unternehmen, Kommunikationsverlauf sowie Nutzungs- und Kampagnendaten wie Seitenaufrufe, Klicks, Anfragen und Conversions. Kunden und Interessenten des Kunden sowie deren Ansprechpartner.

Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO sind nicht Gegenstand der Verarbeitung. Der Kunde macht der Agentur solche Daten nicht ohne vorherige gesonderte Vereinbarung zugänglich.

A1.3 Weisungen des Kunden

Die Agentur verarbeitet die personenbezogenen Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Kunden, es sei denn, sie ist nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten zur Verarbeitung verpflichtet. In diesem Fall teilt sie dem Kunden diese rechtlichen Anforderungen vor der Verarbeitung mit, sofern das Recht eine solche Mitteilung nicht wegen eines wichtigen öffentlichen Interesses verbietet.

Die in der Leistungsvereinbarung und in dieser Anlage beschriebenen Verarbeitungen gelten als dokumentierte Weisung des Kunden. Weitere Weisungen erteilt der Kunde in Textform, zum Beispiel per E-Mail. Mündlich erteilte Weisungen bestätigt der Kunde unverzüglich in Textform.

Ist die Agentur der Auffassung, dass eine Weisung gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstößt, weist sie den Kunden unverzüglich darauf hin. Sie ist berechtigt, die Ausführung der Weisung auszusetzen, bis der Kunde sie bestätigt oder ändert.

A1.4 Vertraulichkeit

Die Agentur setzt für die Verarbeitung nur Personen ein, die zur Vertraulichkeit verpflichtet sind oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen. Zugriff auf personenbezogene Daten des Kunden haben ausschließlich die Gesellschafter der Agentur.

Setzt die Agentur künftig weitere Personen ein, verpflichtet sie diese vor dem ersten Zugriff schriftlich zur Vertraulichkeit und zur Einhaltung dieser Anlage. Die Verpflichtung besteht auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit fort. Ziffer 7 dieser AGB bleibt unberührt.

A1.5 Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

Die Agentur trifft die folgenden technischen und organisatorischen Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau sicherzustellen:

Die Agentur überprüft die Maßnahmen regelmäßig und passt sie dem Stand der Technik an. Sie ist berechtigt, einzelne Maßnahmen zu ändern, solange das vereinbarte Schutzniveau nicht unterschritten wird. Wesentliche Änderungen dokumentiert sie und teilt sie dem Kunden auf Anfrage mit.

A1.6 Unterauftragsverarbeiter

Der Kunde erteilt der Agentur die allgemeine Genehmigung, weitere Auftragsverarbeiter (Unterauftragsverarbeiter) einzusetzen. Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses setzt die Agentur den folgenden Unterauftragsverarbeiter ein:

Die Agentur informiert den Kunden in Textform, bevor sie einen weiteren Unterauftragsverarbeiter beauftragt oder einen bestehenden austauscht, und zwar mindestens dreißig (30) Tage vor der beabsichtigten Änderung. Der Kunde kann der Änderung innerhalb dieser Frist aus einem wichtigen datenschutzrechtlichen Grund in Textform widersprechen. Widerspricht der Kunde und finden die Parteien keine einvernehmliche Lösung, ist jede Partei berechtigt, den betroffenen Teil des Vertrags außerordentlich zu kündigen.

Die Agentur erlegt jedem Unterauftragsverarbeiter vertraglich dieselben Datenschutzpflichten auf, die in dieser Anlage festgelegt sind, und überzeugt sich vor der Beauftragung von dessen technischen und organisatorischen Maßnahmen. Kommt der Unterauftragsverarbeiter seinen Datenschutzpflichten nicht nach, haftet die Agentur gegenüber dem Kunden für dessen Einhaltung dieser Pflichten. Mit der STRATO GmbH besteht eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO; sie ist dort Bestandteil des Hosting-Vertrags.

Keine Unterauftragsverarbeitung sind Nebenleistungen, die die Agentur bei Dritten in Anspruch nimmt, ohne dass diese Zugriff auf personenbezogene Daten des Kunden erhalten, zum Beispiel Telekommunikationsleistungen oder die Wartung von Endgeräten.

A1.7 Unterstützung des Kunden

Die Agentur unterstützt den Kunden mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen dabei, Anträge betroffener Personen nach Art. 12 bis 23 DSGVO zu erfüllen, insbesondere Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Wendet sich eine betroffene Person unmittelbar an die Agentur, leitet die Agentur das Anliegen unverzüglich an den Kunden weiter und beantwortet es nicht selbst.

Die Agentur unterstützt den Kunden außerdem bei der Einhaltung der Pflichten nach Art. 32 bis 36 DSGVO, insbesondere bei der Sicherheit der Verarbeitung, bei der Meldung und Dokumentation von Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten, bei der Benachrichtigung betroffener Personen sowie bei einer Datenschutz-Folgenabschätzung und einer vorherigen Konsultation der Aufsichtsbehörde. Die Unterstützung erfolgt unter Berücksichtigung der Art der Verarbeitung und der der Agentur zur Verfügung stehenden Informationen.

Übersteigt der Aufwand für die Unterstützung den Rahmen der vereinbarten Leistungen erheblich und beruht er nicht auf einem Umstand, den die Agentur zu vertreten hat, kann die Agentur den Mehraufwand zu den in der Leistungsvereinbarung vorgesehenen Konditionen abrechnen. Sie weist den Kunden vorher darauf hin.

A1.8 Meldung von Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten

Wird der Agentur eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten des Kunden bekannt, meldet sie diese dem Kunden unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 48 Stunden nach Kenntniserlangung. Diese Frist ist so bemessen, dass der Kunde seine eigene Meldepflicht nach Art. 33 DSGVO innerhalb von 72 Stunden erfüllen kann.

Die Meldung enthält, soweit der Agentur bekannt, eine Beschreibung der Art der Verletzung, die Kategorien und die ungefähre Zahl der betroffenen Personen und Datensätze, die wahrscheinlichen Folgen sowie die ergriffenen oder vorgeschlagenen Maßnahmen zur Behebung und zur Abmilderung möglicher nachteiliger Auswirkungen. Informationen, die nicht sofort vorliegen, reicht die Agentur unverzüglich nach.

Die Agentur ergreift unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung und Behebung und dokumentiert den Vorfall. Die Meldung an die Aufsichtsbehörde und die Benachrichtigung betroffener Personen nimmt der Kunde vor.

A1.9 Löschung und Rückgabe nach Beendigung des Vertrags

Nach Beendigung des Vertrags löscht die Agentur alle personenbezogenen Daten des Kunden oder gibt sie nach Wahl des Kunden zurück. Der Kunde teilt seine Wahl innerhalb von dreißig (30) Tagen nach Vertragsende in Textform mit. Ohne Mitteilung innerhalb dieser Frist löscht die Agentur die Daten.

Die Löschung oder Rückgabe erfolgt innerhalb von dreißig (30) Tagen nach der Mitteilung des Kunden oder nach Ablauf der Frist nach Absatz 1. Dies gilt nicht, soweit nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten eine Pflicht zur weiteren Speicherung besteht. In diesem Fall beschränkt die Agentur die Verarbeitung auf diesen Zweck und löscht die Daten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist.

Die Agentur bestätigt dem Kunden die Löschung auf Anfrage in Textform.

A1.10 Nachweise und Kontrollrechte des Kunden

Die Agentur stellt dem Kunden auf Anfrage alle Informationen zur Verfügung, die zum Nachweis der Einhaltung der Pflichten aus Art. 28 DSGVO und aus dieser Anlage erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere die Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Ziffer A1.5 sowie die entsprechenden Unterlagen der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter.

Der Kunde ist berechtigt, die Einhaltung selbst zu überprüfen oder durch einen von ihm beauftragten Prüfer überprüfen zu lassen, der nicht Wettbewerber der Agentur ist. Prüfungen kündigt der Kunde mindestens vierzehn (14) Tage vorher an und führt sie während der üblichen Geschäftszeiten und ohne vermeidbare Störung des Betriebsablaufs durch, in der Regel höchstens einmal je Kalenderjahr. Häufigere Prüfungen sind zulässig, wenn ein konkreter Anlass besteht, insbesondere nach einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten.

Prüfungen bei Unterauftragsverarbeitern richten sich nach den dort geltenden Regelungen. Die Agentur stellt dem Kunden vorhandene Nachweise wie Zertifikate, Prüfberichte oder Beschreibungen der technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Verfügung und vermittelt erforderlichenfalls den Kontakt.

A1.11 Haftung

Für die Haftung der Parteien untereinander gilt Ziffer 6 dieser AGB, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Art. 82 DSGVO und die Haftung gegenüber betroffenen Personen sowie gegenüber Aufsichtsbehörden bleiben unberührt. Im Innenverhältnis tragen die Parteien einen Schaden entsprechend ihrem jeweiligen Verantwortungsanteil.

A1.12 Ansprechpartner und Schlussbestimmungen

Ansprechpartner der Agentur für Datenschutzfragen und Adresse für Meldungen nach Ziffer A1.8: XPONext GbR, Adrianstraße 88, 53227 Bonn, info@xponext.de. Der Kunde benennt der Agentur eine Adresse für Meldungen; ohne gesonderte Benennung gilt die in der Leistungsvereinbarung angegebene E-Mail-Adresse des Kunden.

Für Änderungen dieser Anlage gilt Ziffer 11 dieser AGB entsprechend. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Anlage unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.