Die größte praktische Hürde bei dieser Berechnung ist laut OMR die Attribution: Kund:innen haben oft mehrere Berührungspunkte mit einem Büro, bevor sie tatsächlich eine Anfrage stellen, jemand liest einen Blogartikel, sieht später eine Google-Anzeige und ruft erst nach dem dritten Kontakt an. Welcher Maßnahme der spätere Auftrag zuzurechnen ist, lässt sich selten eindeutig klären, was laut OMR gerade in KMU häufig an unorganisierten Marketingdaten und unklaren Verbindungen zwischen Kundenaktivitäten und Geschäftsergebnissen scheitert. Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zum ROAS (Return on Advertising Spend): Der ROAS betrachtet nur die Rendite einer einzelnen, meist digitalen Werbemaßnahme wie einer Google-Ads-Kampagne, der Marketing-ROI dagegen die Rendite aller eingesetzten Mittel zusammen, inklusive SEO-Betreuung und der zugrundeliegenden Website. Für ein Architekturbüro heißt das praktisch: Klicks und Impressionen allein sagen wenig aus; entscheidend ist, wie viele echte Bauherren-Anfragen pro Kanal ankommen und wie viele davon zu einem Auftrag werden. Nur mit dieser Zahl lässt sich beurteilen, ob sich das im Kosten-Überblick skizzierte Budget für Google Ads, SEO oder Website tatsächlich rechnet.